Weit hinten im Sertigtal befindet sich ein fast unbekanntes Singletrail-Highlight von Davos. "Die Strecke von Bergün über die Ducanfurgga gehört zum Besten und Schönsten, was es in Mittelbünden mit dem Mountainbike zu machen gibt", sagen die Profibiker des Magazin Ride. Und auch wir sagen: Die Tour muss man unbedingt gemacht haben. Das Glücksgefühl kommt aber erst am Ende der Tour, denn der Aufstieg zur Duganfurgga fordert. Aber der Reihe nach:
Das Abenteurer startet in Bergün und führt uns zunächst über Stugl und die Häusersiedlung Runsolas ins Val da Stugl. Der Aufstieg auf der Alpstrasse wird schon schnell steil, mit zunehmender Höhe aber wieder flacher. Schon bald öffnet sich ein idyllisches Hochtal, das mit seinen Föhren- und Lärchenwäldern, weiten Alpwiesen und dem wilden Bergbach fast an Alaska erinnert.
Nach und nach geht die Alpstrasse in einen Singletrail, der schon bald über schwierig zu fahrende Geröllfelder führt, die sich lawinenartig ins Tal ergossen haben. Je näher die Ducanfurgga rückt, desto steiler wird der Weg. Die letzten rund 400 Höhenmeter heisst es deshalb: absteigen, schieben oder das Bike tragen. Nach etwas weniger als vier Stunden ist die Ducanfurgga erreicht. Zeit für ein Sandwich und die Vorbereitung auf die Abfahrt.
Was nun folgt, ist der eigentliche Höhepunkt der Tour. Der Einstieg ins Ducantal ist zunächst sandig, geröllig und rutschig. Danach wird der Trail immer flowiger und führt durch eine spektakuläre, praktisch unberührte Berglandschaft. Die Wege wirken stellenweise, als wären sie eigens für Mountainbiker angelegt worden – sind sie natürlich nicht.
Vorbei an Sertig geht es durch das Sertigtal über Davos Clavadel und einen sogenannten «Küelibahn»-Trail weiter nach Davos. Nach einem letzten Riegel für den Endspurt führt die Route am Davosersee entlang über den Wolfgangpass. Ein letzter «Dessert-Trail» bringt uns schliesslich hinunter nach Klosters.
Am Ende summieren sich rund 1600 Höhenmeter. Damit bewegt sich die Tour wohl an der oberen Grenze dessen, was für eine Sektions-Biketour noch sinnvoll ist. Besonders eindrücklich bleiben jedoch die wilde Landschaft des Val da Stugl und des Ducantals sowie die Abgeschiedenheit unterwegs. Wanderer und andere Biker sind nur selten anzutreffen – ein Erlebnis für alle, die Natur und Ruhe auf zwei Rädern suchen.


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