Bericht zur Tour
Autor
Walter Harisberger
Erstellt am
13.08.2021 17:13
Letzte Änderung
14.08.2021 14:29
Tourenbericht

ie 9 Teilnehmer auch genug Zeit sich kennenzulernen. Nacheiner letzten Stärkung im Restaurant auf dem Malojapass, startete der Aufstieg zur Capanna del Forno. Walti unser Tourenleiter testete dabei bald einmal unsere Offroadfähigkeit - oder hat er sichvielleicht schon verlaufen? Plötzlich hatte jeder das Handy in der Handund mit gemeinsamer GPS-Navigation fanden wir uns wieder aus dem mit Johannisbeerstuden getarntem Felsgelände heraus. Amwunderschönen Bitaberg-See erholten wir uns kurz von dieser ersten Anstrengung, bevor es weiter dem Tagesziel entgegen ging.Das Restaurant am nächsten See liessen wir aus, wir wollten ja vor dem Znacht in der noch 3Stunden entfernten Hütte sein. Diese erreichten wir aber doch so früh, dass sich ein Teil der Teilnehmer noch im Badesee kurz oberhalb der Hüttevergnügenkonnte. Nachdem alle den schwierigen Weg zurück fanden, genossen wir die feine Polenta und das Zusammensitzen bis zur Nachtruhe (22 Uhr).Die Tagwache am zweiten Tag war zu einer humanen Zeit (6 Uhr) und nach dem leckerenMorgenessen marschierten wir los mit dem Ziel Monte Rosso. Bald kletterten wir hochüber dem Gletscher, über einen nicht ganz einfachen und mit Ketten gesicherten Felsweg entlang horizontal, dann immer steiler aufwärts. Weiter oben kraxelten wir über grosse bis sehr grosse Felsbrockenhoch bis zum Gipfel, es war ein richtiges Vergnügen. Dabei waren die verschiedenen Gesteinsformationen und Farben sehr interessant. Dem Ray gefielen sie so, dass er einen nicht ganz kleinen Steinsbrocken (Hinkelstein) in den Rucksack packte.Der Gipfel des Monte Rosso besteht eigentlich nur aus aufgeschichteten Felsklötzen. Zum Znüni waren wir schon oben. Leider war die Rundsicht durch Nebel, der uns einmal mehr, einmal weniger einhüllte, eingeschränkt aber doch sehr eindrücklich. Nach dem alle sich warm angezogen hatten und dank dem einzigen Handyempfang des Tages ihre Messages abgesetzt hatten, stiegen wir wieder ab. Warum der Wind uns immer wieder um das Vergnügen einerwarmen sonnigen Pause brachte, wissen wir auch nicht. Zum späten Mittagessen waren wir wieder in der Hütte. Am Nachmittag stellte das Wetter um und der geplante Badeplausch im See viel der Kälte und Regen zum Opfer. Die Zeit verging so beim Indoorfitness, Kartenspielen und "Chatten". Auch unsere Lisme-TanteTamara konnte sich ihrem Hobby widmen.Nach einer turbulenten Nacht mit Blitz und Regen starteten wir am dritten Tag unsere Gipfeltour zum Pizzo Forno bei erfreulich angenehmem Wetter.Der Aufstieg Richtung "Fornopass" war ziemlich steil. Dass Ray dabei seinen Hinkelstein wie es ja üblich ist, auf den Händen mittrug, löste dann bei den anderen schon etwas Verwunderung aus. Diesen und die Wanderstöcke wurden beim Pass deponiert, bevor wir Richtung Gipfel loskletterten. Zuerst am Grenzgrat entlang, dann über ein paar Schneefelder. An der senkrechten Felswand, die wir mit Hilfe vonKetten und Stufen überwinden mussten, hatte dann unser Nichtkletterer Markus schon etwas "Höhenangst". Auf dem Gipfel unterstützte uns die Sonne nicht so recht und beim Panoramaföteli schiessen der umliegenden Gipfel, wie z.Bsp. dem Cima di Rosso hüllte uns der Nebelimmer wieder ein.Der Abstieg zurück war ein Highlight, den auf dem grossen Schneefeld abwärts rennend war die Höhenüberwindung sehr kräfteschonend und machte viel Spass. Ab demFornopass kletterten wir auf der italienischen Seite abwärts Richtung Maloja. Dabeiforderte uns Walti immer wieder heraus in dem er die markierten Wege oft links und rechts liegen liess.Leider war es am Cavloc-See etwas kalt um ein Bad zu nehmen, dafür stärkten wir unsbei Bier oder einem Stück "Torta di nonna" im Beizli. Trotz unseres Eilmarsches zumMalojapass hatte die SBB bei der Heimreise kein Erbarmen und liess uns in Landquarteine Runde stehen. So waren wir am Sonntagabend etwas spät, aber glücklich und zufrieden wieder zurück zu Hause. Übrigens auch der legendäre Hinkelstein fand den Weg nach Bülach.Wir danken unserem Tourenleiter Walter ganz herzlich für die super Leitung der gut organisierten und abwechslungsreichen Tour.