Tourenleitung: Esther Knabenhans
Teilnehmer: Steffi, Urs, Elke, Markus und Stephanie
Früh morgens haben wir uns am Hauptbahnhof Zürich getroffen und sind voller Motivation nach Engelberg gefahren. Um ja keine wertvolle Zeit an der Kletterwand zu verschenken, hat unsere Tourenleiterin Esther ein Taxi an den Bahnhof Engelberg bestellt, welches uns bis zum letzten Parkplatz im Surenental brachte. Von dort aus wanderten wir mit einer kurzen Rast beim Restaurant Stäfeli zur Spannorthütte. Nach dem Stäfeli folgte ein steiler Aufstieg (ca. 600 m Höhenunterschied) zur Hütte mit zwei Couloir mit losem Geröll und einer gesicherten Kletterpassage. Kurz vor Mittag erreichten wir die Spannorthütte. Es ist eine schöne Hütte mit sehr freundlichem Personal, gutem Essen und neuem Anbau. Die Hütte verfügt sogar über einen ungeheizten Pool und eine Sauna. Nach dem Einpuffen und einer kurzen Essenspause ging's zur Kletterwand. Es gibt 8 Sektoren in unmittelbarer Nähe der Spannorthütte und reichlich Routen im 3., 4. und 5. Grad. Die erfahrenen KletterInnen legten gleich los und die weniger Erfahrene erhielt noch einen ausführliche Einführung/Wiederholung durch Esther. Wir kletterten uns durch den Sektor "Zwösche de Bäch". Einige der Routen waren am Stand nicht sehr gut (mit alten, wenig Vertrauen erweckenden Seilen gesichert) und mussten mit Rebschnur gesichert werden. Kurz vor dem Abendessen kehrten wir der Kletterwand den Rücken. Zu Abend assen wir auf der Terrasse und es gab es leckere Älplermagronen, die Esther auch beim "Recken" auf der Hütte gegessen hatte.
Am zweiten Tag frühstückten wir gemütlich zwischen sieben und acht und erfuhren, dass erst ab Mittag mit Gewitter zu rechnen war. Nun zogen wir los zu dem Sektor "Bella Vista", ein plattiger Sektor mit eher einfachen Routen und einer Route mit zwei Seillängen für eine Mehrseillängeneinführung. Danach gingen wir weiter zum "Schafband" (steiler, aber auch mit einfachen, spannenden Routen) und schliesslich zum "Monggespel" (höhere Wand mit eher schwierigeren Graden). Wir kletterten fleissig Route um Route, und liessen fast keine Route im 3. und 4. Grad ungeklettert. Und auch der 5. Grad war nicht vor uns sicher. Die Ambitionierteren versuchten sich am Toprope an einer 6a Route. Zu Mittag assen wir zwischendurch beim Klettergarten und kehrten so spät zur Hütte zurück, dass es vor dem Abendessen gerade noch für eine Abkühlung im Pool reichte. Nach langer Trockenheit im Flachland konnten wir dann tatsächlich den Regen beobachten, wie er sich allmählich der Hütte genähert hatte und wir schlussendlich zum Essen in die Hütte flüchten mussten.
Am dritten Tag mussten wir leider schon wieder abreisen. Nach einem weiteren entspannten Frühstück stiegen wir zügig ins Tal ab. Wir hatten nämlich noch etwas vor, bevor der Regen einsetzte. Wir gingen zur Kletterwand "Leitistein" (sehr gut gesichert) mitten im Wald. Dieser Klettergarten ist ein Fels im Wald, der auf der einen Seite eine lange Platte ist und auf der anderen Seite eine senkrechte Wand. Wir waren noch fit und kletterten wieder bis in den 5. Grad. Wir hörten erst auf, als die ersten Regentropfen fielen. Bei der Führenalpbahn stiegen wir um kurz vor 4 Uhr in den Bus und fuhren zurück nach Zürich. Es war ein wunderbares Wochenende, durch das Esther und kompetent und hervorragend organisiert geführt hat. Darum im Namen aller Teilnehmer besten Dank an Esther für die Organisation und vorbildliche Betreuung.


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