Vom Oberalppass ein stetiger Anstieg, 700Hm im Bereich WS auf den Pazolastock, auch Pia Nurschalas genannt. Sofern es die Schneeverhältnisse erlauben, führt die Abfahrt, Bereich ZS-, ab der Lücke, westlich mit 1300Hm bis nach Andermatt. Ansonsten geht es der Aufstiegsspur zurück auf den Oberalppass.
Skitourenausrüstung, Harscheisen.
Tagesverpflegung, Marschtee.
ÖV Billet
Abfahrt mit Zug 05:28 ab Bhf Bülach. Je nach Schnee- und Lawinen Verhältnissen kann die Abfahrt bis Andermatt gemacht werden.
Ich erstelle ca eine Woche vor dem Termin einen WhatsApp Chat.
Statt Pazolastock zum Rütistein – Abenteuer im Hochybrig: Skitour am 20. Februar:
Eigentlich war alles klar: Pazolastock stand auf dem Programm. Doch der lang ersehnte Neuschnee brachte nicht nur Winterzauber, sondern auch erhebliche Lawinengefahr. Schnell wurde klar: Plan A war unter diesen Bedingungen nicht verantwortbar. Tourenleiter Roger war gefordert: Planänderung unter Extrembedingungen. Er stellte einmal mehr sein Gespür für Sicherheit und gute Entscheidungen unter Beweis.
Die Wetterprognose versprach nichts Gutes: heftiger Niederschlag, Schneeregen, Wind und Nebel. Dennoch sagte niemand ab. Rogers eindringlicher Rat zu wasserdichter Kleidung sollte sich als goldrichtig erweisen – es wurde ein durch und durch nasser Tag.
Seine Wahl fiel auf den Rütistein im Hochybriggebiet – eine sichere Alternative mit Tourenoptionen je nach Sicht und Verhältnissen.
Treffpunkt war der Bahnhof Bülach für Roger, Peter, Duri, Noa, Markus und Jörg.
Mit der S3 um 07:11 Uhr ging es nach Zürich, wo Esther zustieg.
Weiter führte die Reise via Wädenswil und Einsiedeln zur Talstation Weglosen mit Ankunft 09:10 Uhr, wo Jessica zur Gruppe stiess.
Schon beim Aussteigen zeigte sich das Wetter von seiner rauen Seite: Schneeregen, dichter Nebel und Wind – die Berge verborgen hinter grauen Wolken. Doch die Stimmung blieb erstaunlich gut. Roger versprach optimistisch: „Die Sonne sehen wir heute noch!“ – die Hoffnung stirbt zuletzt.
Nach einem letzten WC-Stopp wurden die Felle montiert und die Gruppe nahm die erste Anhöhe in Angriff.
Der Aufstieg führte danach durch verschneiten Wald über einen Fahrweg mit tief verschneiten Bäumen – eine beinahe märchenhafte Szenerie.
Als sich der Wald lichtete, besserte sich die Sicht kurzzeitig. Ein kurzer Verpflegungshalt brachte neue Energie, bevor die Gruppe die Spur verliess und im tiefen Neuschnee ihre eigene Route suchte.
Mit zunehmender Höhe verschlechterten sich Sicht und Wetter dramatisch. Nebel, Wind und Schneefall nahmen zu. Roger führte die Gruppe dennoch mit seiner Erfahrung präzise entlang der geplanten Route – ein gefühlter Blindflug, stets auf dem „Leitstrahl“ des GPS.
Kurz vor einem Abgrund stoppte er entschlossen. Wir zweigten nochmals links ab und kämpften uns dem zunehmenden Wind und Nebel zum Trotz weiter zum Sattel Richtung Rütistein. Spätestens hier wurde klar: Weitergehen wäre nicht mehr sicher.
Die Gruppe entschied gemeinsam umzukehren – eine Entscheidung, die in den Bergen Stärke und nicht Schwäche zeigt.
Bei unwirtlichen Bedingungen wurde für die Abfahrt umgerüstet. Die erste kurze Abfahrt führte zur Diesberghütte, wo Kaffee und Schoggikuchen klamme Finger und Gemüter wärmten.
Danach folgte die Belohnung des Tages: lockerer Tiefschnee, kurze Schwünge und pure Freude – zurück zum Fahrweg und durch den Wald.
Ein letzter Steilhang verlangte nochmals Kraft, bevor der schwere Schnee den Rückweg zur Talstation verlangsamte.
Die Sonne zeigte sich nicht mehr, doch das spielte keine Rolle.
Trotz widrigster Bedingungen wurde die Tour zu einem echten Erlebnis: Kameradschaft, Vertrauen und sichere Führung standen im Mittelpunkt.
Fazit: Anders als geplant – aber genau richtig. Danke, Roger, für deine umsichtige und starke Leitung! Zufrieden, erschöpft und langsam wieder trocknend trat die Gruppe den Heimweg an – mit einem tollen Gemeinschaftserlebnis im Gepäck, das noch lange nachwirken wird.
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