Fahrt mit ÖV nach Haldenstein
Aufstieg zur Calandahütte 4,5 Std, 1500 Höhenmeter
Samstagmorgen Gipfelaufstieg zum Sonnenaufgang 2 Std am Schluss kurzes Stück T4
Abstieg zur Hütte, Morgenessen und anschliessend Abstieg via Kunkelpass
Wanderausrüstung, Stirnlampe, Stöcke wünschenswert
HP in der Calandahütte, Rest aus dem Rucksack
ca. 150 Franken
Gute Kondition ist nötig
Calanda vom 11. und 12. Juli 2025
Teilnehmende: Paul Fryand, Markus Häfliger, Walter Harisberger (Leiter), Peter Homberger, Sabine Ledergerber (Bericht)
Nach einer planmässigen Anreise nach Haldenstein, stärkten wir uns vor dem Aufstieg im einzigen Restaurant vom Dorf. Um 9.45 Uhr nahmen wir den Aufstieg zur Calandahütte unter die Füsse. Die 1500 Höhenmeter bewältigten wir in regelmässigem Tempo und mit Pausen zur Stärkung. Um 14 Uhr erreichten wir die Calandahütte, wo wir herzlich willkommen geheissen wurden. Das Zimmer wurde bezogen und eine wohlverdiente Stärkung mit Bündnernuss- oder Linzertorte wurde genossen.
Leider zeigte sich die Sonne, jetzt wo wir sie gerne gesehen hätten, nicht mehr regelmässig, so dass es auf der Terasse eher fröstelig war.
Die Zeit bis zum Nachtessen wurde unterschiedlich verbracht, entweder mit Botanisieren oder mit Erkunden der nächsten «Gipfel».
Das ersehnte Abendessen war äusserst köstlich und liebevoll angerichtet.
Ca. um 21.30 wurde der Abend beschlossen und das Nachtlager bezogen. Dank der allseits ruhigen Schläfer war die Nacht sehr erholsam...
Am Samstagmorgen bereiteten wir uns für die Tour vor, so dass wir um 7 Uhr frühstücken konnten und anschliessend bald aufbrechen.
Wir starteten kurz vor 8 Uhr bei herrlichem Sonnenschein und milden Temperaturen. Der Aufstieg startet moderat und wurde immer steiler, bis wir den Grat erreicht hatten. Von da aus ging es nochmals eher flach über den Rücken, bis der Einstieg zur Gipfel-Erklimmung erreicht war.
Dank Nebelbänken auf der Südseite, sah man nicht wie steil abfallend das Gelände hier oben war. Erst beim Abstieg konnten wir dieses Ausmass voll erfassen.
Der Gipfel konnte in abwechslungsreicher Kraxlerei (T4) erklommen werden.
Auf dem Gipfel zeigte sich uns das ganze Panorama portionsweise, da Nebel und Wolken immer wieder einen Teil der Sicht einschränkten. Die Aussicht war trotzdem fantastisch und beeindruckend. Vor allem wenn man auf der Nordseite ins Tal blickte, konnten wir erahnen was der Abstieg für uns bereit halten wird. Denn bereits im Vorfeld der Tour hatte Walti entschieden, dass wir anstelle des Abstiegs über den Kunkelspass, direkt nach Vättis absteigen werden (knapp 2000 Höhenmeter auf weiss/blau/weissem Bergweg).
Nach Gipfelfoto und angemessener Pause traten wir den Abstieg an. Dieser entpuppte sich als sehr abwechslungsreich, aber in jeder Passage als steil. So hatten wir losen Schotter, kraxlige Felsbänder, rutschige Weglein in steilen Wiesen und anspruchsvolle Wurzelwege.
Begleitet war die ganze Wanderung von interessanten Einblicken in Flora und Fauna. So sahen wir Herden von Steinböcken, einige tollende Murmelis, und eine Schlange. Höhepunkte der Flora waren Türkenbund, Männertreu, Knabenkraut, Schleierkraut, Enzian u.v.m.
Nach ca. 1500m Abstieg war bei der ganzen Gruppe das Bedürfnis nach der Vernichtung von weiteren Höhenmeter mehr als gedeckt. Wir machten in kürzeren Abständen Pausen, um den ermüdeten Geist und die erlahmenden Beine kurz erholen zu lassen.
Das Erreichen der Zivilisation wurde von Markus mit einem Ausbruch der Freude begrüsst! Wir erreichten Vättis um ca. 14.15 Uhr. Auch am Zielort gab es glücklicherweise ein Restaurant, das uns half die verlorene Flüssigkeit und Kalorien aufzufüllen.
Zufrieden und müde traten wir um 15.43 Uhr den Heimweg an.
Lieber Walti, ganz herzlichen Dank für die ganze Organisation und wunderbare Tourenleitung!
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