Schöne Frühsommertour - ab Landquart via Untervaz auf einem Bergsträsschen bei angenehm konstanter Steigung bis auf etwas über 1600müM und dann auf Trails mit etwas auf-und-ab in Richtung Chemispitz; am Schluss noch mit einer Schiebepassage (ca. 10min). Die letzten paar Höhenmeter ganz auf den Spitz mit oder ohne Bike.
Von da geht's dann nur noch bergab über tolle und stellenweise knifflige Trails (absteigen jederzeit möglich).
Zeitgemässes vollgefedertes Mountainbike (27.5'' / 29'') in einwandfreiem Zustand, Bike-Helm, Bike-Bekleidung (Handschuhe!), Bike-Rucksack mit entsprechender Verpflegung und Werkzeug (passender Ersatzschlauch, Flickzeug, Pumpe, Ersatzbremsbeläge) für unterwegs, bei Bedarf Knieprotektoren.
Lunch aus dem Rucksack.
Fahrt Zug; Velobillet, Platzreservation Bike.
Anforderungen: gute Kondition, sichere Fahrtechnik bis S2 / S3, +1350HM / -1350HM, total ca. 5-6h
MTB Tour Chemispitz (ab Landquart)
Wir (unser Tourenleiter Reto, Duri, Daniel und ich) treffen uns pünktlich um halb 8 auf dem Perron am HB Zürich. Die Veloreservationen haben gut geklappt, mittlerweile ist es ja sogar möglich, den individuellen Veloplatz im entsprechenden Wagen auf der Grafik in der App auszuwählen. Dumm nur, wenn ein anderer Velofahrer das noch nicht weiss und sein Velo an diesen Platz hängt... Wir erreichen unser Ziel Landquart jedenfalls bequem, und starten dort unsere Tour direkt vom Bahnhof. Die Temperaturen sind immer noch erträglich, fast kühl, als wir dem Rhein entlang Richtung Chur pedalen. Bei Untervaz biegen wir ab und im Dorf ändert sich das Temperaturempfinden dann schlagartig: Ab jetzt geht's aufwärts, in einem kontinuierlichen Rhythmus unter der kompetenten Leitung von Reto. Allzu steil ist es zwar nicht, aber am Ende sind es halt doch fast 1300HM am Stück...
Je höher wir kommen, desto weiter wird unsere Aussicht - aufs Churer Rheintal und Richtung Prättigau, auch Schesaplana, Sulzfluh und Drusenfluh rücken ins Blickfeld! Wir sind froh, das Strässchen führt immer wieder durch den Wald, die Temperaturen bleiben erträglich. Zwischendurch immer wieder mal einen Trinkhalt, und wir erreichen die Abzweigung, von wo der Weg Richtung Bärenfalle führt, einen Übergang und gleichzeitig auch die Kantonsgrenze zum Taminatal. Wieso der Ort Bärafalla heisst, darüber können wir nur mit einigen (eher abenteuerlichen) Theorien spekulieren...
Weiter geht's der Trail ist technisch eher schwierig, v.a. auch aufwärts. Schliesslich sind wir alle am Stossen, resp. Tragen unserer Bikes (Wobei Tragen definitiv fotogener ist... :-) Wir erreichen nun eine Alp unterhalb des Gipfelaufbaus, von wo aus wir nach einigen Metern unsere Bikes deponieren und den Gipfel zu Fuss erreichen. Der Chemispitz ist ein eher unscheinbarer Gipfel, die Aussicht auf Calanda, Rheintal, Prättigau ist aber umwerfend. Wir geniessen den Blick, essen unser mitgebrachtes Picknick und ca. eine halbe Stunde später rät Reto zum Aufbruch. Wir machen uns bereit für die lange Abfahrt, einige von uns montieren noch ihre Knie- und Ellbogenprotektoren, und dann geht's los.
Von der Alp Maton führt ein steiler Singletrail den NE-Hang abwärts, immer mal wieder mit steilen Spitzkehren, die die meisten von uns zum Absteigen zwingen. Die Bremsen laufen heiss, dann erreichen wir nach gut 400HM rassigem Downhill ein Alpsträsschen am Sankt Margrethenberg. Wir beschliessen, in einem Alpbeizli noch etwas Erfrischendes zu trinken, bevor es dann zur Phase 2 unserer Abfahrt geht.
Diese führt nicht ganz so steil, aber doch sehr abwechslungsreich und gut fahrbar auf schmalen, teils technischen Singletrails bis hinunter nach Mastrils auf 700m. Nun noch auf der Strasse fahren wir ganz hinab ins Tal und zurück zum Bahnhof Landquart. Reto hat ein super Timing hingelegt - nach wenigen Minuten können wir bereits in unseren IC heimwärts einsteigen!
Herzlichen Dank Reto für Deine kompetente Leitung, ich habe die abwechslungsreiche Biketour genossen!
Christian
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